Wissenschaft & Forschung

Zum Wohle des Menschen


Wissenschaft & Forschung


Der Stifter Heinrich Dräger leitete fast 60 Jahre das Lübecker Drägerwerk, ein großes international agierendes Unternehmen im Bereich der Medizin- und Sicherheitstechnik. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich die Dräger-Stiftung auch in der medizinischen Forschung engagiert und interessante Projekte zum Thema Gesundheit unterstützt.

 

Lesen Sie mehr zu ausgewählten Projekten, die die Dräger-Stiftung in den vergangenen Jahren gefördert hat.

Ärzte für Madagaskar

 

Der Verein Ärzte für Madagaskar e.V. hat es sich zum Ziel gesetzt, die katastrophale medizinische Versorgung in Madagaskar zu verbessern. Der Verein unterstützt Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen mit Spenden, bietet medizinische Fortbildungen für die dortigen Ärzte und Pflegekräfte, realisiert Baumaßnahmen und entsendet Ärzteteams und Baufachleute. Mit Hilfe der Dräger-Stiftung wird 2019 im Dorf Agnavoha/ Süd-Madagaskar ein Brunnen modernisiert, um das dortige Gesundheitszentrum mit fließend Wasser zu versorgen. Dies dient der Verbesserung der Hygiene und damit der Patientensicherheit. Durch die Errichtung einer zusätzlichen Entnahmestelle kann in Zukunft auch die Dorfbevölkerung mit ausreichend Wasser versorgt werden.

Inklusion im Wassersport

 

Der 2015 gegründete Verein Sail United e.V. setzt sich für die Förderung und Entwicklung des inklusiven und integrativen Wassersports in Schleswig-Holstein ein. Denn Wassersport bietet Menschen mit Behinderungen einzigartige Möglichkeiten der Inklusion, auch im Leistungs- und Breitensport. Mit dem Projekt YES WE CAN spricht Sail United Vereinsverantwortliche, Reha-Institutionen, Schulen und Menschen mit Behinderungen gezielt darauf an. Durch Einweisung und Ausbildung spezialisierter Trainer und Fachübungsleiter sowie inklusive Wassersport-Events wird Wassersport für Menschen mit Behinderungen erschlossen und nachhaltig gefördert. Die Dräger-Stiftung unterstützt dieses Vorhaben ab 2019 über den gesamten Projektzeitraum von drei Jahren am Standort Lübeck.

Brücke zur Verständigung

 

Das Projekt 'Brücke zur Verständigung' leistet humanitäre Hilfe in Amman und in der Region Mafrag/Nordjordanien. Durch musiktherapeutische Traumatherapie und andere Rehabilitationsmaßnahmen wird syrischen und irakischen Flüchtlingskindern mit schweren posttraumatischen Belastungsstörungen zu neuer und bleibender psychischer Stabilität verholfen. Träger der Deutschen Entwicklungsarbeit ist der Verein Christliche Fachkräfte International e.V. Um die Hilfe nachhaltig in den Flüchtlingsgebieten zu etablieren, finanziert die Dräger-Stiftung ab 2018 über einen Zeitraum von zwei Jahren die Ausbildung von fünf Mitarbeitern aus der Gruppe der Flüchtlinge.

Tigerherz … wenn Eltern Krebs haben

 

'Tigerherz … wenn Eltern Krebs haben' ist ein Angebot der psychosozialen Krebsberatung am Tumorzentrum Freiburg - CCCF. 'Tigerherz' bietet neben Informationen für betroffene Eltern einen geschützten Raum für Kinder und Jugendliche, in deren Familie ein Elternteil an Krebs erkrankt ist. Neben kreativen Angeboten im Tigerherz-Atelier bieten Therapeuten Raum für Gefühle und haben ein Ohr für die Anliegen der Kinder und Jugendlichen. Die Angebote sind kostenlos und finanzieren sich ausschließlich über Spenden. Die Dräger-Stiftung hat 2017 mit einer Spende einen Teil der Therapiestunden finanziert.

 

 

PanCare-Tagung

 

Die Dräger-Stiftung unterstütze 2017 die 20. PanCare-Tagung in Lübeck. Die Europäische Nachsorgegruppe nach Krebs im Kindesalter PanCare (Pan-European Network for care of Survivors after Childhood and Adolescent Cancer) arbeitet seit 2007 multidisziplinär in einem Netzwerk aus Ärzten, Pflegepersonal, Wissenschaftlern, Patienten und deren Familien zusammen. Ziel ist es, die Häufigkeit und Schwere von Langzeitnebenwirkungen einer Krebserkrankung und -behandlung zu reduzieren, sowie die Lebensqualität zu verbessern.

 

 

MeshHp Mongolei

 

Das Mongolian Emergency Service Hospital Hygiene Project (MeshHp) startete 2010, getragen von der Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Essen und der Feuerwehr Essen. Ziel des Projektes ist es, die Krankenhaushygiene in ausgesuchten Pilot-Krankenhäusern in Ulaanbaatar und die Hygiene und Notfallmedizin im Emergency Service der Stadt Ulaanbaatar zu verbessern. Die Dräger-Stiftung unterstützte dieses sowohl gesundheits- als auch sozialpolitisch wichtige Projekt über einen Zeitraum von drei Jahren.

 

Deutsche Stiftung Kranke Neugeborene

 

Die Deutsche Stiftung Kranke Neugeborene (DSKN) unterstützt Projekte, die eine strukturierte langfristige Betreuung kranker Neugeborener etablieren. Zum Beispiel werden Eltern während des stationären Aufenthalts ihres Kindes geschult, damit sie medizinische, psychosoziale und entwicklungs-neurologische Spätfolgen nach einer zu frühen Geburt schnell erkennen können. Um das Gelernte und Gezeigte noch einmal aufzufrischen, bietet die DSKN Lehrvideos auf ihrer Website an. Die Dräger-Stiftung hat sich an der Produktion einiger Lehrvideos finanziell beteiligt.

 

Forschungsarbeit an der Technischen Universität München

 

Das Forschungsprojekt an der Technischen Universität München beschäftigt sich mit humanen Adenoviren. Diese humanpathogenen Viren, die hauptsächlich über die Luft übertragen werden, können zu schweren Atemwegserkrankungen bis hin zur Todesfolge führen. Bislang gibt es keine spezifischen Therapiemöglichkeiten und die Erkrankung kann ausschließlich symptomatisch behandelt werden. Die Forschungsgruppe arbeitet daran, die Virusinfektion zu inhibieren und zukünftige Therapien zu entwickeln. Die Dräger-Stiftung finanzierte dieses Forschungsprojekt über mehrere Jahren.

Forschungsarbeit an der Medizinischen Hochschule Hannover

 

Die Dräger-Stiftung finanzierte eine Forschungskooperation der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und dem Diakonissenkrankenhaus Flensburg, die sich mit entzündlichen Erkrankungen der menschlichen Plazenta befasst. Diese führen häufig zu Aborten, zu Minderwuchs und Folgeerkrankungen von Kindern. Im Rahmen der Forschungsarbeit möchten die Wissenschaftler die Zusammenhänge klären und Impulse für die Entwicklung von präventiven Therapiemaßnahmen erarbeiten.